Portfolioaufbau

Small-Cap-Aktien

Small-Cap-Aktien sind Anteile von Unternehmen mit vergleichsweise geringer Marktkapitalisierung. In den USA liegt die gängige Einordnung ungefähr bei 300 Millionen bis 2 Milliarden US-Dollar, wobei die Schwellen je nach Index und Anbieter variieren.

Bedeutung

Die Größenklasse eines Unternehmens richtet sich nach seinem Börsenwert, nicht allein nach dem Aktienkurs. In den USA werden Small Caps als Faustregel häufig mit einer Marktkapitalisierung von etwa 300 Millionen bis 2 Milliarden US-Dollar eingeordnet. Diese Grenzen sind Näherungswerte: Indizes und Datenanbieter können andere Schwellen, Ranglisten oder Zulassungskriterien verwenden.

Die Bezeichnung Small Cap beschreibt die Unternehmensgröße – nicht, ob eine Aktie günstig oder profitabel ist oder sich für bestimmte Anleger eignet. Small-Cap-Aktien unterscheiden sich von Penny Stocks, die üblicherweise anhand eines niedrigen Aktienkurses und nicht einer bestimmten Marktkapitalisierung eingeordnet werden. Ein Unternehmen kann außerdem die Größenklasse wechseln, wenn sich sein Aktienkurs oder die Zahl der ausstehenden Aktien ändert.

Berechnung

Marktkapitalisierung (US-Dollar) = Aktienkurs (US-Dollar je Aktie) × ausstehende Aktien (Anzahl)

  • Aktienkurs ist der Preis einer Aktie zum Messzeitpunkt.
  • Ausstehende Aktien bezeichnet die Zahl der aktuell ausgegebenen und nicht vom Unternehmen gehaltenen Aktien. Für die Marktkapitalisierung wird üblicherweise die Gesamtzahl der ausstehenden Aktien herangezogen, nicht nur der Streubesitz, also die frei handelbaren Aktien.
  • Marktkapitalisierung ist der daraus berechnete Börsenwert des Eigenkapitals in US-Dollar. Sie entspricht weder dem Kassenbestand des Unternehmens noch dem Geldbetrag, der für den Handel mit seinen Aktien benötigt wird.

Vergleichen Sie die berechnete Marktkapitalisierung anschließend mit der verwendeten Größenklassifizierung. Bei einem Unternehmen, dessen Aktien in einer anderen Währung notieren, müssen Währung und Wechselkurs konsistent sein, wenn eine Schwelle in US-Dollar angewendet wird. Die Berechnung selbst ist einfach; die Zuordnung zur Größenklasse kann jedoch variieren.

Rechenbeispiel

Angenommen, ein fiktives US-Unternehmen hat 50 Millionen ausstehende Aktien und der Aktienkurs beträgt 20 US-Dollar.

  1. Multiplizieren Sie 20 US-Dollar je Aktie mit 50 Millionen Aktien.
  2. Die Marktkapitalisierung beträgt 1 Milliarde US-Dollar.
  3. Nach der groben Faustregel von etwa 300 Millionen bis 2 Milliarden US-Dollar fällt das Unternehmen in die Small-Cap-Klasse.

Angenommen, ein Anleger hält Aktien dieses Unternehmens im Wert von 2.000 US-Dollar in einem Aktienportfolio von insgesamt 10.000 US-Dollar. Der Portfolioanteil beträgt 2.000 US-Dollar ÷ 10.000 US-Dollar = 20 %. Diese 20 % beschreiben den Anteil des Portfolios, der in dieses Unternehmen investiert ist – nicht den Anteil am Unternehmen, den der Anleger besitzt. Marktkapitalisierung und Portfolioanteil beantworten unterschiedliche Fragen.

Warum der Begriff vor dem Handel wichtig ist

Die Unternehmensgröße kann bei der Einschätzung einer Order hilfreich sein, ist aber kein direktes Maß für die Handelsliquidität. Zwei Small-Cap-Aktien mit gleichem Börsenwert können unterschiedliche Handelsvolumina, Geld-Brief-Spannen und verfügbare Stückzahlen nahe dem angezeigten Kurs haben. Eine Order, die im Verhältnis zum üblichen Tagesvolumen groß ist, lässt sich möglicherweise schwerer zum erwarteten Kurs ausführen.

Vor einer Order sind unter anderem folgende Fragen relevant: Welchen Anteil am Tagesvolumen macht die Order aus? Ist die Geld-Brief-Spanne groß? Wie viel des Portfolios würde die Position ausmachen? Auch Kursschwankungen, Nachrichten und mögliche Handelsunterbrechungen sind zu berücksichtigen. Diese Prüfungen betreffen Ausführungskosten und Risiken; die Bezeichnung Small Cap allein sagt darüber nichts Verlässliches aus.

Verwendung durch PreTrAIde

PreTrAIde berücksichtigt die Marktkapitalisierung in den Unternehmensdaten und schlüsselt einen geplanten Aktienkorb nach Marktkapitalisierung auf. Die Analyse vor dem Handel schätzt außerdem Geld-Brief-Spanne, Anteil am Tagesvolumen, Markteinfluss, Volatilität und Liquidität ein. So lässt sich eine Small-Cap-Position im Verhältnis zur geplanten Ordergröße und zum übrigen Aktienkorb betrachten.

Für jede Aktie und den Aktienkorb gibt PreTrAIde ein Urteil GO, NO-GO oder MODIFY aus – zusammen mit einer geschätzten Erfolgswahrscheinlichkeit, einer Risikoeinschätzung, einer vorgeschlagenen Ausführungsstrategie und einer verständlichen Begründung. Diese Ergebnisse dienen der Entscheidungsunterstützung und sind weder Empfehlungen noch Garantien. PreTrAIde platziert keine Orders; Nutzer handeln über ihren eigenen Broker.

Häufige Fehler

  • Die Größe am Aktienkurs festmachen: Eine 5-US-Dollar-Aktie kann eine höhere Marktkapitalisierung haben als eine 100-US-Dollar-Aktie, wenn deutlich mehr Aktien ausstehen.
  • Schwellenwerte als allgemein gültig ansehen: Die Small-Cap-Einstufung eines Index kann von einer groben Faustregel abweichen.
  • Marktkapitalisierung mit Liquidität gleichsetzen: Prüfen Sie Handelsvolumen, Geld-Brief-Spanne und Ordergröße. Die Unternehmensgrößenklasse sagt die Ausführungskosten nicht zuverlässig voraus.
  • Unternehmensgröße mit Portfolioanteil verwechseln: Eine Small-Cap-Aktie kann im Portfolio eines einzelnen Anlegers trotzdem eine große, konzentrierte Position darstellen.
  • Von Small Caps auf eine bestimmte Rendite schließen: Die Größenklasse ist eine Einordnung, keine Prognose.

Häufig gestellte Fragen

Ab welcher Marktkapitalisierung gilt eine Aktie als Small Cap?

In den USA gilt als grobe Faustregel eine Marktkapitalisierung von etwa 300 Millionen bis 2 Milliarden US-Dollar. Indizes und Datenanbieter können andere Schwellen festlegen oder stattdessen Ranglisten verwenden.

Sind Small-Cap-Aktien dasselbe wie Penny Stocks?

Nein. Small Cap bezieht sich auf die Marktkapitalisierung eines Unternehmens; Penny Stock bezeichnet üblicherweise eine Aktie mit niedrigem Kurs. Die Kategorien können sich überschneiden, bedingen einander aber nicht.

Sind Small-Cap-Aktien weniger liquide als Large-Cap-Aktien?

Nicht zwangsläufig. Die Liquidität hängt unter anderem von Handelsvolumen, Geld-Brief-Spanne und verfügbaren Stückzahlen ab. Sie sollte daher für die konkrete Aktie und Order geprüft werden.

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