Von der Pre-Trade-Analyse zum Trading-Tagebuch
Bei der Pre-Trade-Analyse geht es um eine vorausschauende Frage, bevor Sie einen Auftrag erteilen: Welche Ausführungskosten und Risiken bringt der geplante Korb mit sich? Ein Trading-Tagebuch stellt im Nachhinein eine andere Frage: Was haben Sie tatsächlich getan, und was können Sie aus den Aufzeichnungen lernen? PreTrAIde Memory verbindet diese beiden Schritte, ohne in Ihrem Namen Trades auszuführen.
Sie stellen einen Korb aus Aktien zusammen, jeweils mit Kauf- oder Verkaufsseite, Stückzahl und Ausführungsbedingungen. PreTrAIde analysiert den Korb, bevor ein Auftrag erteilt wird, und gibt für den Korb sowie jede Position ein Urteil GO, NO-GO oder MODIFY aus. Zu jedem Urteil gehören eine modellbasierte Erfolgswahrscheinlichkeit, eine Risikoeinschätzung, eine vorgeschlagene Ausführungsstrategie und eine allgemein verständliche Begründung. Die Wahrscheinlichkeit ist weder eine Garantie noch eine Renditeprognose.
Sie entscheiden selbst, ob und was Sie über Ihren eigenen Broker handeln. PreTrAIde ist eine Analysesoftware: Sie empfängt, übermittelt oder führt keine Aufträge aus. Memory setzt bei der Unterscheidung zwischen dem geplanten Korb und dem an, was Sie später als tatsächlich geschehen protokollieren.
So funktioniert der geschlossene Kreislauf
- Einen geplanten Korb analysieren. Prüfen Sie das Urteil und seine Begründung, bevor Sie einen Auftrag erteilen.
- Festhalten, was Sie getan haben. Protokollieren Sie einen Trade als ausgeführt, teilweise ausgeführt oder ausgelassen und tragen Sie gegebenenfalls die tatsächlichen Ausführungskurse ein. Ein geplanter Auftrag und ein abgeschlossener Trade sind nicht automatisch dasselbe.
- Das gemessene Ergebnis prüfen. PreTrAIde ermittelt Ergebnisse anhand von Marktdaten und erstellt auf Grundlage der protokollierten Trades ein Memory für Ihr Konto.
- Diese Historie in spätere Analysen einfließen lassen. Das Memory personalisiert die Begründungen der KI-Ebene. Die deterministischen quantitativen Scores bleiben davon unberührt.
Dieser Kreislauf hängt davon ab, was Sie protokollieren. Wurde ein Auftrag nur teilweise ausgeführt, würde die Erfassung als vollständig ausgeführt einen wichtigen Unterschied verwischen. Wenn Sie einen Trade ausgelassen haben, hält die entsprechende Protokollierung den Unterschied zwischen einer erwogenen Entscheidung und einer tatsächlich eingegangenen Position fest.
Was sich ändert – und was nicht
PreTrAIde berechnet für jede Aktie und den gesamten Korb Liquiditäts-, Volatilitäts- und Ausführungsscores von 0–100. Die quantitative Ebene schätzt außerdem Kennzahlen wie Geld-Brief-Spanne, Anteil am täglichen Handelsvolumen, Markteinfluss und den 1-Tages-Value-at-Risk bei 95 %. Diese Ebene ist deterministisch und reproduzierbar: Memory verändert die quantitativen Scores nicht.
Die Personalisierung betrifft die KI-Ebene. Sie bewertet einzelne Aktien und den Korb als Ganzes und stützt sich dabei auf die quantitativen Scores, Nachrichten und Analystenbewertungen. Eine spätere Begründung kann sich daher auf die protokollierte Historie Ihres Kontos beziehen, ohne für Sie allein deshalb einen anderen Liquiditätsscore auszuweisen.
Dieselbe Unterscheidung ist auch bei den Urteilen wichtig. Memory liefert Kontext für die Analyse, ist aber keine Erlaubnis, datengestützte Schutzmechanismen außer Kraft zu setzen. Die Schutzmechanismen von PreTrAIde korrigieren KI-Ausgaben, die den Daten widersprechen; eine ausgesetzte Aktie erhält beispielsweise immer ein NO-GO. Schutzmechanismen können Urteile nur in eine konservativere Richtung verschieben.
| Teil der Analyse | Wirkung von PreTrAIde Memory |
|---|---|
| Quantitative Liquiditäts-, Volatilitäts- und Ausführungsscores | Unverändert |
| KI-Begründung zu einer Aktie oder einem Korb | Kann anhand des Memorys mit den protokollierten Trades des Kontos personalisiert werden |
| Handelsausführung | Erfolgt weiterhin durch Sie über Ihren eigenen Broker |
Memory-Stufen und Ihre Kontrollmöglichkeiten
Personalisierungsstufen werden bei 1, 5, 15 und 40 protokollierten Trades freigeschaltet. Diese Schwellenwerte sind Meilensteine für das kontobezogene Memory und keine Aussage darüber, um wie viel eine Analyse dadurch genauer wird. Ein umfangreicheres Protokoll liefert der KI-Ebene mehr aufgezeichnete Historie, garantiert aber weder eine bessere Entscheidung noch ein besseres Ergebnis.
Sie können PreTrAIde Memory jederzeit pausieren oder löschen. Diese Möglichkeit sollten Sie neben der allgemeinen Disziplin eines Trading-Tagebuchs berücksichtigen: Entscheiden Sie, was Sie festhalten möchten, unterscheiden Sie beabsichtigte Trades von tatsächlichen Ausführungen und nutzen Sie die daraus entstehende Historie als Kontext, nicht als Urteil über Ihre Anlagefähigkeiten.
Ein hypothetischer Tagebucheintrag
Angenommen, Sie analysieren einen Korb mit einem geplanten Kauf von 100 Aktien. Später kaufen Sie 40 Aktien zu einem tatsächlichen Ausführungskurs von 25 US-Dollar je Aktie und führen die verbleibenden 60 nicht aus. Der sinnvolle Eintrag lautet teilweise ausgeführt; für die gekauften Aktien wird der Ausführungskurs erfasst – nicht, dass der Auftrag über alle 100 Aktien ausgeführt wurde. In einem anderen Fall analysieren Sie vielleicht einen Korb, erteilen aber überhaupt keinen Auftrag. Wenn Sie ihn als ausgelassen protokollieren, bleibt diese Entscheidung von einem Trade unterscheidbar.
Dies sind hypothetische Beispiele zur Dokumentation, keine Prognosen. Anhand von Marktdaten ermittelte Ergebnisse können als Bezugspunkt für spätere Analysen dienen, aber nicht belegen, dass der ursprüngliche Trade für jeden Anleger richtig oder falsch war. Ihre Ziele, Einschränkungen und Beweggründe können über das hinausgehen, was ein anhand von Marktdaten ermitteltes Ergebnis zeigt.
Wann diese Funktion nützlich ist
Memory gibt einer Gewohnheit Struktur, die viele Anleger manuell zu pflegen versuchen: den Plan festhalten, die ausgeführte Aktion dokumentieren und später das Ergebnis überprüfen. Die konkrete Aufgabe besteht darin, den Verlauf protokollierter Trades in spätere KI-Analysen einfließen zu lassen, während die zugrunde liegenden quantitativen Bewertungen unverändert bleiben.
Damit unterscheidet sich Memory vom Paper Trading. Mit dem Trade-Simulator von PreTrAIde können Sie nachvollziehen, wie sich ein Korb ohne echtes Geld entwickelt hätte; Memory hält fest, was Sie nach eigener Aussage tatsächlich ausgeführt, teilweise ausgeführt oder ausgelassen haben. Keines von beidem ersetzt das Ausführungsprotokoll Ihres Brokers oder macht aus einem Urteil vor dem Trade eine Anlageberatung. Der praktische Einstieg ist einfach: Protokollieren Sie tatsächliche Aktionen und Ausführungskurse sorgfältig und betrachten Sie anschließend die personalisierte Analyse zusammen mit denselben quantitativen Kennzahlen, die Sie auch ohne Memory sehen würden.